Pressemitteilungen

KOKAIN, AMPHETAMINE, ECSTASY UND CANNABIS: NEUESTE TENDENZEN

Kokain wird für viele junge Europäer zum Stimulans der Wahl

(24.11.2005 LISSABON)

Kokain ist zu einem wichtigen Element in der europäischen Drogenszene geworden, berichtet die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) heute in ihrem in Brüssel veröffentlichten Jahresbericht über den Stand der Drogenproblematik in Europa 2005. Indikatoren des Kokainhandels und –konsums liefern inzwischen überdeutliche Hinweise darauf, dass die Einfuhr und der Konsum der Droge zugenommen haben. Zudem gibt es immer mehr Hinweise auf kokainbedingte Gesundheitsprobleme.

Die EBDD schätzt, dass etwa 9 Millionen Europäer (3% aller Erwachsenen) schon einmal Kokain konsumiert haben. Zwischen 3 und 3,5 Millionen (1% aller Erwachsenen) haben die Droge wahrscheinlich im letzten Jahr probiert; während etwa 1,5 Millionen (0,5% aller Erwachsenen) als aktuelle Konsumenten eingestuft werden, da sie die Droge im vergangenen Monat konsumiert haben. Der Konsum konzentriert sich hauptsächlich auf junge Erwachsene (15–34 Jahre), insbesondere junge Männer, und auf städtische Gebiete.

Der Kokainkonsum unterscheidet sich in den einzelnen Ländern erheblich, wobei die meisten nationalen Erhebungen schätzen, dass zwischen 1% und 11,6% der jungen Europäer die Droge schon probiert und dass zwischen 0,2% und 4,6% sie in den vergangenen 12 Monaten konsumiert haben.

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Figure 25: Recent (last year) use of cocaine among young adults (15–34 years old) in Europe and the USA

Figure 8: Trends in recent use (last year) of amphetamines among young adults (aged 15–34), measured by population surveys

Figure 9: Trends in recent use (last year) of ecstasy among young adults (aged 15–34), measured by population surveys

Figure 4: Trends in recent use (last year) of cannabis among young adults (aged 15–34), measured by national surveys

INFEKTIONSKRANKHEITEN, PROBLEMATISCHER DROGENKONSUM UND DROGENBEDINGTE TODESFÄLLE

Heterosexuelle Übertragung löst injizierenden Drogenkonsum als Hauptursache für neue AIDS-Fälle ab

(24.11.2005 LISSABON)

Heterosexuelle Kontakte haben inzwischen den injizierenden Drogenkonsum als häufigste Ursache neuer AIDS-Fälle abgelöst. Darauf weist die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) heute in ihrem in Brüssel vorgestellten Jahresbericht 2005 über den Stand der Drogenproblematik in Europa hin. Während bis 2001 die meisten neuen AIDS-Fälle in der EU mit injizierendem Drogenkonsum in Zusammen-hang gebracht werden konnten, deuten die jüngsten Zahlen darauf hin, dass inzwischen die größte Zahl der neuen AIDS-Fälle auf heterosexuelle Übertragung zurückzuführen ist (1).

Hierbei spielt der EBDD (2) zufolge der verbesserte Zugang für HIV-positive injizierende Drogenkonsumenten (IDU) zu der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART)* eine wichtige Rolle. Über 75% der behandlungs-bedürftigen Menschen haben inzwischen im Großteil von Westeuropa Zugang zu HAART. Die Verfügbarkeit in den baltischen Staaten ist jedoch weiterhin niedrig. In Lettland beispielsweise sind die AIDS-Fälle bei HIV-infizierten IDU in den letzten Jahren beträchtlich angestiegen, was darauf hindeutet, dass der Zugang zu HAART verbessert werden muss (3).

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Figure INF-2: AIDS cases by transmission group and year of diagnosis (1987 to 2003) adjusted for reporting delays, EU

Figure INF-1: AIDS cases among IDUs by country (WHO European Region) and year of diagnosis (1982 to 2003) adjusted for reporting delays

Figure DRD-8: Long term trend in acute drug-related deaths in the EU, 1985 to 2003

ÜBER EINE HALBE MILLION EUROPÄER NEHMEN ZURZEIT AN EINER SUBSTITUTIONSTHERAPIE TEIL

Bedeutender Anstieg der Leistungen bei Opiatabhängigkeit bei noch immer ungleicher Verfügbarkeit

(24.11.2005 LISSABON)

Mehr als eine halbe Million Patienten nehmen in Europa an einer Substitutions-behandlung teil. Dies geht aus dem Jahresbericht 2005 über den Stand der Drogenproblematik in Europa hervor, den die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) heute in Brüssel veröffentlicht hat.

Nach einem Anstieg um das Siebenfache im vergangenen Jahrzehnt erhalten nach Angaben der Agentur nun mindestens 530 000 Patienten in 28 Ländern (EU-25, Norwegen, Bulgarien und Rumänien) eine Substitutionstherapie, der sie sich in spezialisierten Therapiezentren oder bei Allgemeinmedizinern unterziehen. Schätzungen zufolge bekommen zwischen einem Viertel und der Hälfte der Personen die in Europa Opiatprobleme haben eine derartige Behandlung.

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Figure 4: Breakdown of medically assisted treatment (MAT) including high-dosage buprenorphine treatment in Europe (EU Member States, Bulgaria, Romania and Norway)

NEUE ENTWICKLUNGEN IN DER DROGENPOLITIK UND -GESETZGEBUNG

Wachsende Besorgnis über die Auswirkungen des Drogenkonsums auf unsere Gemeinden

(24.11.2005 LISSABON)

In vielen europäischen Ländern wachse die Besorgnis über die weiterreichenden Auswirkungen des Drogenkonsums auf die Gesellschaft, in der wir leben, heißt es im Jahresbericht über den Stand der Drogenproblematik in Europa 2005 der Drogenbeobachtungsstelle der EU (EBDD).

In einem speziellen Bericht zur drogenbedingten Störung der öffentlichen Ordnung weist die EBDD auf eine neue Tendenz hin, der zufolge sich die Drogenpolitiken nicht nur auf die Reduzierung des illegalen Drogenkonsum konzentrieren, sondern sich auch mit drogenbezogenen Verhaltensweisen, die sich negativ auf das Gemeinwesen auswirken, gezielt befassen.

„Verhaltensweisen, Situationen und Handlungen im Zusammenhang mit der drogenbedingten Störung der öffentlichen Ordnung sind in den meisten EU-Mitgliedstaaten, den Kandidatenländern und in Norwegen bereits seit langem zu beobachten und durchaus kein neues Phänomen“, so die Drogenbeobachtungsstelle. „Neu ist hingegen die zunehmende Tendenz unter politischen Entscheidungsträgern in einigen Ländern, diese Erscheinungen unter einem gemeinsamen Oberbegriff zusammenzufassen und ihre Reduzierung in den nationalen Drogenstrategien zu verankern.“

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JAHRESBERICHT 2005: SCHWERPUNKT AUF KRIMINALITÄT UND STRAFVOLLZUG

Die meisten EU-Länder melden eine Zunahme der Drogendelikte

(24.11.2005 LISSABON)

Verstöße gegen die Drogengesetzgebung („Drogendelikte“) haben Meldungen zufolge seit den späten 90er-Jahren in den meisten der 25 EU-Mitgliedstaaten und Norwegen zugenommen, stellt die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) heute in ihrem in Brüssel vorgestellten Jahresbericht über den Stand der Drogenproblematik in Europa - 2005 fest (1).

Diese Zunahme in 20 Ländern im Zeitraum 1998–2003 ist, so die Beobachtungsstelle, besonders in Estland und Polen ausgeprägt, wo sich die Zahl der gemeldeten Drogendelikte etwa verzehnfacht bzw. verdreifacht hat (2). In einigen Ländern wurden allerdings im Jahr 2003 weniger Drogendelikte gemeldet, und zwar in Belgien, Spanien, Italien, Malta, Österreich und Slowenien.

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Table DLO-1 part (i). Number of reports for drug law offences, 1995 to 2003