Schulbasierte Prävention


Abbildung 2 Entwicklung einer Schulpolitik

Abbildung 2

Anmerkungen:

Deutschsprachiger Teil Belgiens = sporadisch festgestellt.

Quelle: Nationale Reitox-Knotenpunkte.

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In allen Mitgliedstaaten gilt die Schule als der wichtigste Ansatzpunkt für allgemeine Präventionsmaßnahmen. Daher wird in den nationalen Strategien eine spürbare Schwerpunktverlagerung auf die schulbasierte Prävention vollzogen und die strukturierte Umsetzung dieses Ansatzes verstärkt berücksichtigt. Dies kommt in der Ausweitung der Drogenpolitik an Schulen (Abbildung 2), der Entwicklung spezifischer Modulprogramme zur Drogenprävention an Schulen sowie einer verbesserten Ausbildung von Lehrern zum Ausdruck.

Immer mehr Länder haben stärker strukturierte Präventionsprogramme eingeführt (in Dänemark gibt es nun das erste schulbasierte Lebenskompetenzprogramm) bzw. ausgeweitet (Deutschland) oder planen solche Programme (Frankreich und Italien, in ihren nationalen Strategien). Beispielsweise wurden 2003 in 60 % der polnischen Schulen Präventionsprogramme durchgeführt.

Griechenland stellt ein besonders gutes Beispiel für die Entwicklung von Präventionsmaßnahmen dar, die weniger auf den traditionellen informationsbasierten und individualisierten (Beratungs-) Konzepten beruhen, sondern vielmehr auf die Umsetzung einer wirklichen Gesundheitsstrategie abzielen, mit der die Reichweite durch programmbasierte Ansätze verbessert werden kann. Die Zahl der schulbasierten Präventionsprogramme hat sich in Griechenland zwischen 2000 und 2003 mehr als verdoppelt, und die Zahl der familienbasierten Programme hat sich im selben Zeitraum verdreifacht. Auch Malta und das Vereinigte Königreich messen in ihren Präventionsmaßnahmen programmbasierten Ansätzen größere Bedeutung bei: Im Rahmen des Blueprint Programme soll festgestellt werden, wie internationale Forschungen im Bereich effizienter Drogenprävention im englischen Schulsystem verwertet werden können. Es basiert auf der Erkenntnis, dass eine Kombination aus schulbasierter Drogenerziehung unter Einbeziehung der Eltern und Medienkampagnen, lokalen Gesundheitsinitiativen und gemeindenahen Partnerschaften wirksamer ist als schulische Maßnahmen alleine. Für dieses Programm wurden 6 Mio. Pfund (8,5 Mio. EUR) für einen Zeitraum von fünf Jahren bereitgestellt (32).


(32www.drugs.gov.uk/NationalStrategy/YoungPeople/Blueprint.